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Liebe Medienschaffende,

dieser kurze, bebilderte Dialog zwischen der Grafik-Designerin Simone und dem Kundenbetreuer Herrn Herrlich hat kein Happy End.

Wenn auch überspitzt dargestellt, spiegelt die Story eine Situation wider, wie sie täglich zwischen Agenturen und Druckereibetrieben wiederzufinden ist. Jede Agentur hat ihre Simone und jede Druckerei, egal ob groß oder klein, hat mindestens einen Herrn Herrlich.

Dass der PRINTER`S KIOSK, für den ich diese Seiten erstellt habe, genau dort ansetzt und es besser zu machen weiß, genügt mir und auch dem KIOSK nicht.
Nun kenne ich durch meine berufliche Vita beide Seiten sehr gut und beobachte seit Jahren eine immer kleiner werdende Schnittmenge. Was erstaunlich ist, könnten beide Unternehmenstypen doch wunderbar voneinander profitieren. Die immer umfangreicheren Möglichkeiten in der Produktion, nur ein Beispiel ist der Digitaldruck in all seinen Variationen und Kombinationen, könnten für Agenturen, wenn sie entsprechend beraten werden, ein Segen sein. Gerade bei Test- und Kleinauflagen, oder personalisierten Layouts.

Druck- und/oder Medienbetriebe müssten mit den Skills der Kreativen, gerade in den Bereichen UX-Design und der recht neuen „IT-Grafik“, seine Kunden durch innovative und personalisierte Workflows langfristig zu binden wissen.

Könnte. Hätte. Müsste.

Warum das nur bedingt bis gar nicht greift, sollte endlich intensiv besprochen werden. Unumstritten ist, dass die Produktion, egal ob Druck,
Weiterverarbeitung oder Veredelung ein wesentlicher Bestandteil des kreativen Prozesses ist. Eine Agentur darf sich nicht über einen zeitrahmensprengenden Prozess wundern, wenn nicht rechtzeitig die Produktion mit an den Tisch geholt wurde. Da genau gehört sie nämlich hin.
Gerade bei aufwendigeren Projekten. Was natürlich bedeutet, dass auch eine vorzeitige Entscheidung über die Wahl des Dienstleisters getroffen werden muss. Na und?

Auf der anderen Seite müssen Druckereibetriebe endlich erkennen, dass der Umgang mit Agenturen anders zu bewerkstelligen ist. Druckereien sind schon längst nicht mehr der Nabel der Welt in der Medienproduktion. Und schon gar kein Selbstläufer. Die wirtschaftliche Lage der meisten mittelständischen Betriebe bestätigt das. Druckereien müssen lernen, sich in die Projektvorstellungen der Kreativen hineinzudenken und sollten diese auch verstehen, die gleiche Sprache sprechen. Es müssen neue Stellen geschaffen werden, die genau diesen Bogen schlagen.

Agenturen und Druckereien können voneinander profitieren, wenn sie zusammenarbeiten, neue Wege in der Kommunikation schaffen, Teams für gesetzte Projekte bilden.
Gerne können wir gemeinsam heiße Diskussionen führen (This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.), oder auch ganz anderer Meinung sein…solange sich nur etwas tut.

Carsten Gritzan

 

Illustration und Text: Carsten Gritzan